In Umfragen für die Wahlen in Sachsen-Anhalt im Herbst steht die AfD bei 40%. Was lange wie eine abstrakte Warnung klang, wird jetzt konkret. Aufgrund der 5%-Hürde ist es ein realistisches Szenario, dass die Partei mit absoluter Mehrheit die erste AfD-Landesregierung stellt und es ist nicht absehbar, in welchem Ausmaß der Machtausbau der AfD unsere Gesellschaft verändern wird.
Mit der Neugründung ihrer Jugendorganisation, der “Generation Deutschland”, hat die AfD eine Brücke zwischen den Faschisten im Parlament und dem gewaltbereiten rechtsextremen Vorfeld auf der Straße aufgebaut. Jetzt zeigt ein Beschluss in Hennigsdorf, wohin diese Entwicklung führen soll: CDU und AfD stimmten dort gemeinsam für das Einrichten einer Bürgerwehr. Das ist mehr als eine lokale Entscheidung. Wenn rechte Bürgerpatrouillen bald durch Städte laufen und nach eigenem Ermessen handeln, dann ist das kein spontanes Phänomen, sondern politisch vorbereitet.
Unis müssen im Kampf gegen Rechts in erster Reihe stehen.
An unseren Unis haben wir den Raum, uns zu organisieren und auszutauschen. Unis sind auch eine der ersten Stellen, an denen Rechtsextreme versuchen, Einfluss zu gewinnen. Wenn wir nicht hier an den Berliner Unis damit anfangen, dagegen anzukämpfen, wo dann?
Um uns und unsere Unis widerstandsfähig zu machen und uns sowohl in der Uni als auch darüber hinaus vor der Generation Deutschland zu schützen, müssen wir solidarische Räume und Orte schaffen, an denen wir uns alle wohlfühlen, in denen wir Diskussionen führen und uns organisieren können. So bauen wir eine gemeinsame Bastion auf, die bunt, laut und antifaschistisch ist.
Daher fordern wir, den Unibetrieb bundesweit an möglichst vielen Instituten an Unis und in möglicht vielen Städten im Zeitraum des 1.-7. Juni auszusetzen und anstelle der normalen Lehrveranstaltungen gemeinsame Veranstaltungen mit Studierenden, Dozierenden, Fachschaften, … zu veranstalten, in denen wir uns kollektiv mit oben genannten Fragen beschäftigen und uns kritisch mit dem Thema Faschismus auseinandersetzen.
Schließe Dich unserer Kampagne an: Link zur Petition