{"id":575,"date":"2026-06-01T11:22:34","date_gmt":"2026-06-01T09:22:34","guid":{"rendered":"https:\/\/studisgegenrechts.de\/?p=575"},"modified":"2026-06-01T11:56:16","modified_gmt":"2026-06-01T09:56:16","slug":"bundesweite-aktionswoche-wissenschaft-gegen-faschismus-beginnt-bundesweites-panel-zur-wissenschaftsfreiheit-in-zeiten-faschistischer-gefahr-am-mittwoch-3-juni-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/studisgegenrechts.de\/?p=575","title":{"rendered":"Bundesweite Aktionswoche \u201eWissenschaft gegen Faschismus\u201c beginnt +++ bundesweites Panel zur Wissenschaftsfreiheit in Zeiten faschistischer Gefahr am Mittwoch, 3. Juni, in Berlin +++"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute beginnt die bundesweite Aktionswoche \u201cWissenschaft gegen Faschismus\u201d. \u00dcber 570 Lehrende an \u00fcber 100 Hochschulen bundesweit werden in den kommenden Tagen ihre Seminare und Vorlesungen umwidmen. Statt regul\u00e4rer Lehre schaffen sie Raum f\u00fcr eine Auseinandersetzung mit dem <em>Gegenwartsfaschismus <\/em>und der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaft. Auch an Berliner Universit\u00e4ten wird es zahlreiche Veranstaltungen geben. Die Initiative wurde von einem Zusammenschluss der Bewegung \u201cStudis gegen Rechts\u201d und renommierten Professor*innen, Dozierenden und Verwaltungsmitarbeitenden ins Leben gerufen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6hepunkt der bundesweiten Aktionswoche wird eine Podiumsdiskussion am Mittwoch, 3. Juni 2026, um 19:00 Uhr, im <a href=\"https:\/\/maps.app.goo.gl\/jStbWP8ZM71PUpe37\">H\u00f6rsaal 10<\/a> der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin sein. Auf dem Panel diskutieren die Philosophin Prof. Dr. Rahel Jaeggi, die Migrationsforscherin Prof. Dr. Dr. Naika Foroutan, der Jurist Maximilian Steinbeis und eine&nbsp; Student:in von \u201cStudis gegen Rechts\u201d \u00fcber Wissenschaftsfreiheit und die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten faschistischer Gefahr. Moderiert wird die Veranstaltung von Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Margarita Tsomou.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Umfragen zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt liegt die AfD aktuell bei rund 40 % und k\u00f6nnte damit bald erstmals regieren. Die Landespartei plant unter anderem die Abschaffung von Forschungsdisziplinen wie den Gender Studies und will die Abschiebung migrantischer Studierender erleichtern. Die AfD f\u00fchre einen ideologischen Angriff auf freie Wissenschaft und demokratische Bildung, so die Initiatoren. Wer Forschungsfelder abschaffen und Hochschulen politisch kontrollieren wolle, gef\u00e4hrde die Demokratie selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisa von Studis gegen Rechts erkl\u00e4rt dazu: \u201cSp\u00e4testens, wenn eine der st\u00e4rksten politischen Parteien in Deutschland \u00fcber die millionenfache Deportation migrantischer Menschen diskutiert, m\u00fcssen Universit\u00e4ten ihre besondere gesellschaftliche Verantwortung zum Schutz demokratischer Verh\u00e4ltnisse wahrnehmen. Sie m\u00fcssen in der ersten Reihe stehen, wenn Grundpfeiler der Demokratie angegriffen werden. Denn Hochschulen sind keine neutralen R\u00e4ume, sondern Orte demokratischer Bildung. Als solche m\u00fcssen sie sich klar gegen autorit\u00e4re und faschistische Entwicklungen positionieren.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative verweist dabei auf den im Hochschulrahmengesetz verankerten Auftrag der Universit\u00e4ten. Dort hei\u00dft es, \u201eLehre und Studium sollen den Studenten [\u2026] zu verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat bef\u00e4hig[en]\u201c (<em>Hochschulrahmengesetz (HRG), \u00a7 7 \u2013 Ziel des Studiums<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Margarita Tsomou betont: \u201cFaschistische Entwicklungen zu benennen braucht keinen Alarmismus, aber wissenschaftliche Pr\u00e4zision. Was wir \u00fcber Faschismus wissen, ist kollektives Schutzwissen. Es geh\u00f6rt nicht in die Bibliothek. Es geh\u00f6rt auf die Stra\u00dfe und in die \u00d6ffentlichkeit. Deshalb: Hochschulen \u00f6ffnen, diskutieren, handeln. Jetzt, nicht irgendwann!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die ganze Woche \u00fcber finden Aktionen an Hochschulen und Universit\u00e4ten statt. Die zentrale Veranstaltung am Mittwoch beginnt um 19h im <a href=\"https:\/\/maps.app.goo.gl\/jStbWP8ZM71PUpe37\">H\u00f6rsaal 10<\/a> am Campus Nord der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin in der Invalidenstra\u00dfe 42. Die Veranstaltung wird auf der Website von Wissenschaft gegen Faschismus live gestreamt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zur Podiumsdiskussion ein. Bitte melden Sie sich unter <\/strong><a href=\"mailto:kontakt@sgrberlin.de\"><strong>kontakt@sgrberlin.de<\/strong><\/a><strong> <\/strong><strong>an, wenn Sie teilnehmen m\u00f6chten!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerne stehen wir f\u00fcr R\u00fcckfragen zur Verf\u00fcgung und vermitteln Interviews mit Studierenden und Dozierenden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"https:\/\/wissenschaft-gegen-faschismus.de\/\">https:\/\/wissenschaft-gegen-faschismus.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>KONTAKT zu Studis gegen Rechts Berlin:<br>kontakt@sgrberlin.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute beginnt die bundesweite Aktionswoche \u201cWissenschaft gegen Faschismus\u201d. \u00dcber 570 Lehrende an \u00fcber 100 Hochschulen bundesweit werden in den kommenden Tagen ihre Seminare und Vorlesungen umwidmen. 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